Tagebucheintrag vom 27.06.2011
So, nun bin ich also wieder zurück auf Mallorca und bin heilfroh. So schön Menorca auch ist, noch einige von diesen verrückten Tagen hätte ich nicht ausgehalten. Auf Menorca hat San Juan einen ganz speziellen Charakter.
An diesem Fest sind alle Vertreter der Stände anwesend: die Bauern, die verheirateten Männer, die Junggesellen, die edlen Herren und die Kirchenvertreter. Am 23. Juni, um Punkt 14 Uhr reitet der Flötenspieler auf einem Esel zum Palast und erbittet den Startschuss für die Spiele, in denen Reiter und Pferde im Mittelpunkt stehen.
Nur die Repräsentanten der Stände kommen zu Pferd. Es wird getanzt zu volkstümlicher Musik, die Pferde steigen inmitten der Menschenmenge und man kämpft den bekannten Mandelkampf.
Das übliche Getränk ist die “Pomada” eine hochexplosive Mischung aus menorquinischen Gin mit Limonade – nur für die ganz mutigen zu empfehlen. Leider gehörte ich zu denen und habe es am nächsten Morgen bitter bereut. Dann doch lieber ein schönes Glas mallorquinischen Wein.
Menorca ist eine wunderschöne, romantische und wilde Insel, welche noch sehr ursprünglich ist und vom Massentourismus verschont blieb. Es lohnt sich, diese kleine Schwesterinsel mal zu besuchen. Hier ist die ganze Woche strahlend schönes, heisses Wetter und ich denke, dass doch der eine oder andere Strandnachmittag angesagt ist. In dem Sinne wünsche ich allen eine erfolgreiche Woche.
